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Aus der Amazon.de-Redaktion
Intelligentes, vielfarbig instrumentiertes Klang-Epos voller Action-, Drama- und Romantik-Sound oder doch nur ein „Ethnoschmalzsoundtrack“ (Spiegel)? Keine Frage ist indes: James Horner zitiert in dem mit großem Orchester samt Blech- und Holzbläsern, Percussion, Chor sowie Solo-Sängern aufgenommenen Score Elemente aus vielen seiner Scores. Bis hin zum Schluss: Der im Abspann eingesetzte, von Leona Lewis gesungene Titelsong „I See You“ erinnert sehr an seine internationale Mega-Hit-Komposition „My Heart Will Go On“ (Celine Dion)!

18 Monate arbeitete James Horner daran, jene Science-Fiction-Story musikalisch zu untermalen, „die Regisseur James Cameron bei Karl May – insbesondere Winnetou I - geklaut hat und in der es von edlen Wilden, bösen Kapitalisten sowie betörender Natur wimmelt“ (Spiegel). Das visuell beeindruckende (3D-)Spektakel dauert fast zweidreiviertel Stunden, doch die dazugehörige CD umfasst nur Kompositionen mit einer Gesamtspieldauer von fast 79 Minuten. Diese Laufzeit allerdings genügt Kennern von Horners Werk, um einmal mehr festzustellen, dass der mehrfache Grammy-Gewinner genau das tut, was ihm seit geraumer Zeit immer wieder vorgeworfen wird: sich zu wiederholen, indem er nur Plagiate jener musikdramaturgischen Muster, die von ihm bereits bekannt sind, anfertigt! Weil Avatar als programmierte Blockbuster allerdings mit jeder Menge Superlativen aufwartet – 300 Millionen Dollar Produktionskosten machen ihn zum bislang teuersten Film, zudem ist er wegweisend in Tricktechnik et cetera – präsentiert Horner die Selbst-Kopie in bislang noch nicht da gewesener Raffinesse: quasi als Best-Of seines gesamten Schaffens! Wie der Sohn österreichischer US-Immigranten die Selbst-Referenzen recycelt, nötigt Respekt ab. Obgleich alle 14 Kompositionen neu sind, besteht sein Avatar-Score genau genommen aus nichts anderem als einer höchst geschickten Aneinanderreihung von Versatzstücken bereits existenter Soundtracks aus seiner Feder. Das beginnt bei Gorky Park (1983), Red Heat, Willow (beide 1988), Glory (1989), geht über Braveheart (1995), Titanic (1997), Mein großer Freund Joe (1998), A Beautiful Mind, Duell – Enemy At The Gates (beide 2001), Die vier Federn (2002) und reicht bis hin zu Apocalypto (2006). Wer die Musik der genannten Streifen nicht im Ohr beziehungsweise keinen Zugriff darauf hat, der kann Avatar allerdings völlig unbelastet genießen – und wird angesichts des Ideenreichtums des facettenreichen Soundtracks begeistert sein! - Thomas Hammerl

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durchschnittliche Bewertung: 4 von 5 Punkten


User Kommentare:

2010-07-14 A2P75IQJOQLHAC *****

AVATAR Musik CD


Danke die CD ist Klasse und völlig in Ordnung,auch super Service war innerhalb kürzester Zeit bei mir.

2010-07-11 A14CVQG0PMZC67 *****

Man sieht den Film...


Kurz und knapp:

Der Soundtrack zu Avatar ist ausgesprochen gelungen. Warum ich das behaupten darf? Weil ich beim Hören der Musik spontan den Film "sehe". Will sagen (mögen hier auch einige schäumen, weil der Komponist fleißig bei sich selbst klaut) - das Grundthema von Avatar ist so einprägsam und stilistisch schön; es ist für mich einzigartig. Prima!

Herzlichst

Brabaks

PS: Ja, man sollte die Musik recht laut hören!

2010-06-17 A38AV2J2BZ005I *****

Stärken entfalten sich beim mehrmaligen hören ...


So sehe ich es zumindest, denn am Anfang war ich alles andere als begeistert von dem Soundtrack, denn Horner ist immer erkennbar. Als ich den Film im Kino sah, sagte ich noch zu meiner Frau, da war Horner am Werk und am nächsten Werktag im Laden stellte sich raus das ich recht hatte.
Horner scheint sich schwierig damit zu tun sich selbst neu zu erfinden... Das soll nicht unbedingt eine Kritik sein im Gegenteil, wenn es etwas gut ist, sollte man vielleicht nicht zu viel experimentieren und genau deswegen mag ich Horners Scores in der Regel immer, Sie zeigen seine persönliche und wiedererkennbare Handschrift und doch ist immer Platz für kleine Änderungen die schon bekannte Melodien sehr kreativ für das Ohl erklingen lassen.
Besonders der Track "War" zeigt Horners Stärke Schlachtengemälde Gewaltig und Wuchtig zu untermalen wie kaum sonst einer, dies hat er schon sehr schön bei Windtalkers bewiesen und anderen. Man spürt beim hören förmlich wie um einen herum ein riesieger Feuerball an eingängigen Melodien um die Ohren saust.
Ich mag den Score, allerdings hat es gut und gerne 3 Durchgänge gebraucht um sich damit anzufreunden, aber nun bin ich froh um Ihn :-)!

Regards

2010-06-15 A14GMEUI9XN003 ****

Reifikation


Wissen Sie, was der Unterschied zwischen J.Williams und J. Horner ist?
-> Es gibt keinen, beide sind als Kind wohl in einen Kessel mit Noten gefallen...
Was Avatar anbelangt, so stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob es Williams möglich gewesen wäre, diese Mammutaufgabe besser zu lösen. Ich muss ganz klar sagen, das dieser Soundtrack kein Meilenstein ist, aber das hängt auch ganz vom Film ab. Ich persönlich betrachte Avatar als einen "stillen" Film, der von den schönen Bildern lebt und nicht von der Action, auch wenn es davon jede Menge gibt. Man muss auch sagen, dass diese Action keineswegs so bewegend und mitreißend auf dieser CD rüberkommt, wie im Film. Doch das Kriterium bei Horners Werk sind die stillen Titel: Spirits of the Forest, Biolumniscence of Night, Becoming one with Neytiri usw. Tracks die sich alle um das wohlklingende Thema "I see you" scharen und darauf aufbauen, ohne einen dynamischen Höhepunkt, ein Accellerando oder gar eine akustische Überraschung zu erreichen. Und das ist durchaus gut so. Denn erstmals seit langem, kann man bei Hollywood Filmmusik wieder abschalten und darin versinken, ohne andauernd hochzuschrecken und festzustellen, dass der Track schon wieder seine Gestalt verändert hat.
Was das Thema "Vergestaltlichung" anbelangt, so kann man sagen, das es Horner mehr als gelungen ist, die bund blinkenden Wälder von Pandora zum Leben zu erwecken. Wenn man das allerdings in vollem Maße erleben will, sieht man sich gezwungen, die Musik etwas lauter zu drehen. (Sehr viel lauter, denn einige Stücke sind wirklich extrem leise aufgenommen) Die Vielfalt der Instrumente, der technische Progress im Mastering und der idyllisch säußelnde Chor, der starke Ähnlichkeiten mit Karl Jenkins' "Adiemus" aufweißt, runden das Erlebnis ab. Der einzige Grund, warum es nicht für 5 Sterne gerreicht hat ist, das Horner in diesem Album, im Gegensatz zu früheren Werken auf einen Höhepunkt verzichtet. Das Stück "War" zum Beispiel ist zwar das Längste auf dem Silberling, jedoch auch das bei weitem Uninteressanteste. Schade, denn hätte man hier ein fulminantes Meisterwerk alà "Duel of the Fates" oder "Battle of the Heroes" eingebracht, hätte dieser Soundtrack einiges mehr vom Ruhm des Filmprojektes abbekommen.

-> Empfehlung dennoch: Kaufen, anhhören. Einen Monat auf Seite legen und dann erneut anhören. Wirkung: UMWERFEND!

2010-06-09 A135GYVFUEX5X4 ***

mittelmäßig


Der Soundtrack ist nicht so gut wir ich erwartet habe. Die meisten Titel bis auf "I See You" sind eher Geräuschkulisse, denn Musikstücke.
Die CD wurde mit teils kaputter Hülle geliefert, ich war enttäuscht.

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