"It Takes a Nation of Millions" für EUR 12,33 Bestellen?

Artist
Public Enemy
Manufacturer
Def Jam (Universal)
Publisher
Def Jam (Universal)


Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit It Takes a Nation of Millions ließ der Hip-Hop eine Bombe explodieren. Diese CD aus dem Jahre 1988, so radikal, hart und ausdrucksstark wie eine Rede von John F. Kennedy, lieferte einen Klassiker nach dem anderen: dichte, vielschichtige Stücke voller wilder Harmonien. Chuck D. deklamiert wie ein Volksredner, während im Hintergrund Flavor Flavs Stimme um seine eigene herumschwirrt. Die beiden haben die typische Energie von Leuten, die um ihr Leben kämpfen, und so drückt alles auf diesem Album -- angefangen von der aufgedrehten Rhetorik ("Prophets of Rage") über das fast paramilitärische Auftreten der Gruppe, bis hin zu den Sirenen und kreischenden Saxophonen, die in fast jedem Track auftauchen -- den Ernst und die Dringlichkeit ihrer Absichten aus. Dieses Album hat Rap-Geschichte gemacht, und es sorgt nach all diesen Jahren immer noch für eine Gänsehaut. --Douglas Wolk
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durchschnittliche Bewertung: 5 von 5 Punkten


User Kommentare:

2010-08-11 AQZC6IFMWAFDQ *****

Die wohl größte Revolution, seit es Hip-Hop gibt


Als 1988 PE's 2. Longplayer erschien, stand die Hip-Hop Welt Kopf. Warum? Weil diese CD von harten politischen Texten und einer vollkommen verrückten Produktion geprägt war, was sioch bis dato keiner getraut hatte. Fast jeder Song ist ein Meilenstein des Hip-Hops. Für viele ist diese Platte leider aus ihrer Sicht zu alt. Dabei finde ich, dass diese Platte so mancher heutigen CD viel voraus hat.

Als ich mir 2 50 Cent Alben und 1 Jay-Z Album gekauft hatte, dachte ich, ich sei VOLL Hip-Hop. Dann stand in irgendeiner Zeitschrift, dass ''It takes a Nation...'' ein Meilenstein war. Dieser Zeitschrift bin ich auf ewig dankbar. Ich fand das Album dann irgendwo grade günstig, kaufte es mir und ließ es 1 Woche im CD-Regal gammeln. Dann legte ich sie eines langweiligen Abends ein, und allein das Intro (bestehend aus einer Ansage einer PE-Live Show mit Atomalarm) ließ mich zittern. Dann ging's auch schon los:

Ein kleiner Auschnitt einer Politischen Rede, dann laute Bläser und Flavor Flav, der einige Ansagen macht, dann knallt Chcuk D los. ''Bring the Noise'' ist eine Anklage gegen die Regierung; Chuck erzählt, wie sie ihn einfach einsperren wollten, dann stellt er Senatoren als kurrupt hin und dass er keine andere Wahl hätte als zu demonstrieren. Die ganzen Samples lassen den Song zu einem echten Sound-Gewitter mutieren. Und er selbst wurde auch oft gesamplet: Kanye West, Ludacris, Fat Joe, Ice-T, Eminem und viele andere haben in für ihre Songs benutzt.
In ''Don't believe the Hype'' mögen manche der piepsende Bass die ersten Male etwas stören, doch auch dieser Gesellschaftkritische Song ist bei mehreren Hören eine Bombe. Auch heute hat er noch Einfluss, perfektes Beispiel ist der Nachlassende Erfolg der Casting-Bands. Wie nennt sich ihr Erfolg? Genau: Hype.
Mit ''Cold Lampin' with Flavor'' zeigt Flavor Flav, dass er auch Solo super Rappen kann. Sogar noch piepsender als der vorherige Track rappt Flavor einfach lässig zu dem fett-produzierten Track. Auch Live geht der Song super ab. Leider ist ''Cold Lampin' with Flavor'' kein Song mit einer wichtigen politischen Narchicht, sondern eher ein Spaßtüten Song :P .
Auch das Terminator X-Homage, in dem wieder verrückt gesamplet wird, ist eher eine unwichtige Nummer.
Doch jetzt geht das Album erst in die Vollen: ''Louder than A Bomb'', ein weiterer Angriff auf die Regierung, eine Aufwiegelung zum Sturz des Präsidenten und der verrückte Refrain: einfach nur der Hammer. Live ist er erst recht ein Brett. Chuck's Flow und seine tiefe Stimme sind einfach nur ein Genuss. Verglichen mit anderen MC's zu der damaligen Zeit (ausgenommen Rakim) war Chuck D allen weit voraus. Außerdem ist er einer der wenigen Rapper, der auch RICHTIG von Politik Ahnung hat und sich auch einsetzt.
''Caught, Can We Get A Witness?'' hat dann funkigere Beats. Chuck D erzählt von einem Aufenthalt im Gefängis und im Gerichtssaal, bei der wieder Politik eine große Rolle spielt. Er hat für sein letztes Album zu viele unerlaubte Samples benutzt und muss nun dafür bestraft werden. In der Mitte des Songs rappt sogar kurz Professor Griff, den man künftig auch öfter auf den Song hört.
Nun geht das Album in seine agressifste Phase:
Die rockigen Klänge von ''She watch Channel Zero'' sind natürlich allesamt gesampelt, und das genau auf Abstimmung. PE kritisieren das Verhalten ihrer Brüdern & Schwestern (den Dunkelhäutigen). Zwar kann der Song nicht wie der später mit Antrahx als Crossover-Song gelten, trotzdem ist der Songs richtig hart.
Mit ''Night Of The Living Baseheads'' folgt nicht nur mein Höhepunkt auf der Platte, sondern auch mein absoluter Lieblingssong. Chuck D greift alles an, was nicht rechtzeitig in Deckung geht: Weiße, Schwarze, andere Bands, die Regierung...ein totaler Rundumschlag. Grundlage des Songs ist die Verurteilung des Drogennehmens der Duneklhäutigen im den späten 1980-er Jahren. Chuck D erzählt, seine Brüder seien genau so blöde wie Weiße, wenn sie das Zeug nehmen und auf Drogen genau so schlimme Entscheidungen wie ein Politiker. Das Video zu dem Song ist sogar noch krasser, in der Uraufführung im Fernsehen wurde der Song bis zu 70 % sogar ausgepiepst, weil er zu krass war. Für viele ist der Song ''Rebels without a Pause'' der Höhepunkt der Platte, aber in Wirklichkeit findet er hier statt.
In ''Black Steel In The Hour Of Chaos'' führt Chuck D die Story aus Track 7 fort. Er soll in die Armee, da Amerika aber Leute wie ihn diskriminieren würde, lehnt er entschieden ab. Weiter beschreibt er schlime Erlebnisse, ein weiterer Gefängisaufenthalte (,,Now they got me in a cell'') und noch ei iges mehr. Der bedrückte, trübe Beat sorgt dafür, dass der Zuhörer genau auf Chuck's Worte achtet. Super!
''Rebel without a Pause'' ist dann wieder ein Rundumschlag. Die Politik würd lächerlich gemacht, veralbert, Gealt verherrlcht und so was in der Art. Ein genialer Track, kommt aber an die ''...Baseheads'' nicht heran.
Dann kann man glauben, die Platte sei zuende. Aber mit ''Prophets of Rage'' (wer wohl gemeint ist, evtl. die Regierung ;)) kommt zwar nicht der textlich aggresivste Song, aber so klar produziert ist sonst kein anderer Song auf dem Album. Außerdem eine Auflockerung nach den letzten Politischen Bomben.
''Party for Your Right'' ist der letzte Song, ein Duett von Chuck & Flavor. Wieder hauen sich gegen die Regierung raus und bringen auch einen Song perfekt zum feiern zu stande. Die letzten Worte des Songs ist der Name des Albums.

Und wenn sich jetzt jemand fragt, wo Flavor Flav in meiner Rezision geblieben ist: Der gibt in jedem Track seinen Senf dazu, hat sogar einen Solo-Song und verleiht dem Album noch eine etwas lockere Stimmung.
The Bomb Squad & Terminator X haben das Album produziert und die ganzen Samples eingefügt. Später wurden zahlreiche Songs aus dem Album von anderen gesamplet.


Wie sehr diese Album Hip Hop beeinflusst hat, kann wohl keiner wirklich sagen. Jedenfalls, finde ich, dass diese Platte die Beste Schreibe ist, die JE gemacht wurde. ''It takes a Nation of Millions to hold us back'' ist die Messlatte des heutigen Standards, Grundschullektüre für jeden Hip Hop Fan, eine der wenigen Revolutionen der Musikgeschichte, ein Meisterwerk in jeder Hinsicht. Danke PE!

P.S. Ich will den Leuten von Def Jam noch danken, dass sie diesen Meilenstein 2001 remastered haben...

2010-02-19 A14TJ54LFTUZT4 *****

Quantensprung des Hip Hop Biz


Wie man anhand eines Großteils der erstellten Rezessionen ersehen kann, ist diese Scheibe nur zu empfehlen. It takes a Nation..." ist für mich nicht nur das beste jemals von Public Enemy herausgebrachte Album, sondern gehört für mich zu den Top 5 Alben überhaupt. Die Lyrics kamen einer Kriegserklärung gleich und wurden von einem Soundgewitter bestehend aus Sirenen, jeglicher Art von Noise und Sampleorgien untermalt wie sie bis dato noch nicht auf einer Platte vereint wurden. Nicht zu unrecht bezeichnet man das Album weitläufig als Meilenstein / richtungsweisend / Klassiker. Auch wenn das Album die heutigen Main-Stream Hip-Hop Fans eher verschrecken als begeistern wird, ist die Scheibe für mich ein MUST HAVE für jeden der sich irgendwie mit Hip Hop auseinandersetzt! Weitere Ausschweifungen verkneife ich mir, lest Euch einfach die Rezessionen meiner Vorredner durch. Große Teile der hier getätigten Aussagen hätte ich einfach kopieren und bei mir einfügen können, daher erspare ich es Euch das ganze noch mal zu lesen -> kauft Euch einfach die Scheibe dann wisst Ihr wovon wir reden.

Mein Fazit: 5 Sterne für ein unbestrittenes Meisterwerk!!

2010-01-26 A3QZ87BTGL4YJQ *****

Das schwarze CNN geht auf Sendung


Sie waren der Schrecken aller Mütter. Ihr Zeichen war ein weißes Fadenkreuz, das einen schwarzen Mann ins Visier nahm und je nach Perspektive in den Gegenkontrast changiert. Public Enemy waren voll auf Konfrontation aus. Ihre Musik war stilprägend und veränderte alles. Was mit kreischendem Jubel und einer apokalyptischen Sirene eingeleitet wird, ist eine der ganz großen Sternstunden des Agit-Rap. Epochale Slogans (It Is Too Black, Too Strong; Bring The Noise), peitschender Funk und dröhnender Lärm lösen eine musikalische Revolution aus, die nie zuvor explosiver, provokativer und brachialer als auf diesem Album war. Bis heute ist die Scheibe als Benchmark in Sachen Hiphop nahezu unerreicht und ein Manifest der kulturellen Emanzipation der schwarzen Minderheit in den 80ern. Wie Paramilitärs in Tarnanzügen gekleidet, agitierte der Stoßtrupp um den Public Enemy No. 1 Chuck D in höllischen Tiraden und anarchistischen Botschaften gegen das politische und gesellschaftliche System. So kolportieren sie Verschwörungstheorien, propagieren den Aufruhr, huldigen der Black Panther Party von Newton und Seale und schießen verbale Salven gegen FBI, CIA, Justiz, Fernsehsender und korrupte Politiker. Ihr Debüt "Yo! Bum Rush The Show" war zwar gut, aber zu spartanisch. Chuck D war sich bewusst, dass sie nun eine Schippe drauflegen mussten. Dazu unterhöhlten sie die Gesetze der medialen Meinungsmache und polten sie in ihrer Musik für ihre Zwecke um. Schon die Titel der einzelnen Tracks wurden zu Schlagwörtern im Sprachgebrauch einer ganzen Generation. "Don't Believe The Hype" und "Mind Terrorist" sind Repliken auf die damals noch von Weißen dominierten Medien. Das schwarze CNN müsste Hiphop werden, propagierte Chuck D einst im zivilen Ungehorsam. Eine mediale Chance zur politischen Bewusstseinsbildung der farbigen Minderheit, frei von der Misogynie und Gewaltverherrlichung des späteren Gangsta-Raps der 90er und 00er. Einzelne Drum Machines programmierten sie unterschiedlich und legten die jeweiligen Schichten zu diabolisch groovenden Rhythmen wild übereinander. Samples werden ganz old-school in die Länge gezogen und dann bis zur Unkenntlichkeit gescratcht und zerstückelt. Bis der Tonarm zu glühen anfängt. Dankbar ist man beim Hören für die instrumentalen Interludien, die Gelegenheit zu einer kurzen Atempause geben, ehe es mit den infektiösen Hochgeschwindigkeits-Breakbeats in die nächste Runde geht. Es wummert, dröhnt und quietscht durchgehend in einem teuflischen Tempo. Ewig ins Gedächtnis brennt sich dabei dieses markant pfeifende Sample ein, das wie ein brodelnder Dampfkessel unter Hochdruck fiept und das sich fast das ganze Album hin durchzieht. Ähnlich einer von Track zu Track hüpfenden Maus auf einem rotierenden Plattenteller. Auf "Terminator X", auf dem Queens "Flash Gordon" in seine Einzelteile zerhämmert wird, und dem später folgenden "Rebel Without A Pause" rückt es schließlich in den Vordergrund. In liebevoller Heimarbeit hat Chuck D das Sample zusammengebastelt, was ihm der Legende nach gehörigen Ärger mit seiner vom ohrenbetäubenden Lärm genervten Mutter einbrachte. Zu einem Meilenstein wurde "She Watch Channel Zero?!", das mit einem heulenden Gitarrengewitter (Slayer-Sample und James-Brown-Loops) eingeläutet wird und in den 90ern als Schablone für Bands wie Rage Against The Machine herhalten musste. "Security Of The First World" verwendete Madonna kurze Zeit später als Sample für das Intro zu "Justify My Love". Das anagrammierende Wortspiel "Party For Your Right To Fight" appelliert noch einmal an das politische Bewusstsein und ist eine eindeutige Anspielung und Absage an die hedonistische Partyseligkeit der Def Jam-Kollegen Beastie Boys, die sich dann auch endgültig vom nihilistischen und infantilen Punk-Primitivismus ihrer Anfangstage lossagten und ebenfalls voll auf Agitation setzten.

2006-09-19 A2D79NZGH4IHN *****

HipHop Geschichte...


...hat kaum eine andere Formation so nachhaltig geschrieben wie Public Enemy und "It Takes a Nation of Millions to Hold us Back" ist dabei das wichtigste Kapitel. Als ich angefangen habe HipHop zu hören war diese Scheibe noch immer Aktuell ("Fear of black Planet" stand aber bereits in den Startlöchern). "Rebel without a Pause" war einer der ersten HipHop Tracks den ich überhaupt gehört habe und seitdem ist mein Musikgeschmack irreperabel verhunzt ;)

Was einen hier erwartet ist ein Soundgewitter, eine Sample-Collage die heute entweder unbezahlber wäre, oder zu einem langjährigen Gefängnisaufenthalt wegen Urheberrechtsverletzung führen würde. Die Bombsquad, das hauseigene Produzententeam hinter der Gruppe, erzeugt zusammen mit DJ Terminator X eine wütende und trotzdem funkige Attacke, die auch heute noch viel von ihrer Wirkung behält. Chuck D's Reime werden mit einer nicht minder starken Wut und einer gehörigen Portion Skill vorgetragen und Flavor Flav's eigenwilliger Reimsupport lockert das Ganze noch mit der nötigen Portion Humor auf.

Das Album beginnt mit einem Konzertmitschnitt aus London, von dem sich einzelne Fetzen über den ganzen Rest der Scheibe verstreut wieder finden. Danach folgt Musik-Terrorismus der schließlich in "Rebel without a Pause" gipfelt. Dabei werden von Chuck D auch durchaus kritikwürdige Aussagen getroffen (der Farrakhan Vers in Bring the Noise etwa; oder das leicht frauenfeindlich anmutende "She watch Channel Zero").

"It takes a nation..." ist der unumstrittene Klassiker im HipHop schlecht hin. Jeder der HipHop mag sollte ihn zumindest mal gehört haben. Ich finde sowohl "Fear of a Black Planet", als auch "Apocalypse 91" noch besser. Aber das ändert nichts an der Klasse, die diese Scheibe hat. Wer sich an den mitunter radikalen Texten und dem manchmal etwas bizarren und fragwürdigen Welbild nicht stört, das PE präsentieren, sollte dieser Musik jedenfalls eine Chance geben. Von den neueren Releases der Gruppe muss ich allerdings eher abraten.

2005-02-26 A3CSZPHYUC78QK *****

DAS ist Hip Hop!!!


Was Chuck D , Flava Flav und ihre Leute hier rausbringen ist der Hammer. Nix da, mit poppigen Beats+Refrains oder Texten darüber, wieviel Kohle und Frauen man hat.
Ein Album das ganz klar den eigentlichen Sinn der Hip Hop- Bewegung beinhaltet, nämlich auf politisch und soziale Ungerechtigkeiten (besonders in Amerika gegen die Schwarzen) aufmerksam zu machen und Wiederstand zu leisten.
Toll finde ich auch, dass das HipHop- Element des DJing's und Turntabling's auf dieser Scheibe so gut zum Ausdruck kommt.
Auf Tracks wie ,,Terminator X to the edge of panic", ,,Mind Terrorist" oder ,,Show Em Whatcha Got" leistet der DJ von Public Enemy (Terminator X, einer der für mich besten DJ's) nämlich sehr gute Arbeit.
Die Beats und der Flow sind auch erste Sahne.
Chuck D und Flava Flav wissen wircklich wie man rappt und etwas wütendere, ernstere Aussagen so rüberbringt, dass der Hörer Spaß dabei hat.
Sollte jeder einmal reinhören!!!

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